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Magen-Darm-Grippe – Teil 1

Der Fachausdruck für eine Magen-Darm-Grippe lautet Gastroenteritis, eine Entzündung des Magen-Darm-Trakts. Eine Magen-Darm-Entzündung nicht in jedem Fall durch eine Infektion mit Erregern wie Viren oder Bakterien ausgelöst werden, sondern kann beispielsweise auch die Folge einer Krebsbehandlung sein. Allgemein wird mit der „Gastroenteritis“ aber die infektiöse (ansteckende) Form gemeint.

Der gebräuchliche Ausdruck „Magen-Darm-Grippe“ stimmt hingegen nicht ganz, da die infektiöse Gastroenteritis von anderen Erregern hervorgerufen wird als die klassische Grippe (Influenza) und zwischen diesen beiden Erkrankungen keinerlei Zusammenhang besteht.

Eine Magen-Darm-Grippe kann man in jedem Alter bekommen. Sie tritt aber besonders ofte bei Babys und Kleinkindern auf. In den ersten drei Lebensjahren leiden Kinder im Durchschnitt ein- bis zweimal pro Jahr an einem Magen-Darm-Infekt. Auch bei älteren Menschen nimmt die Wahrscheinlichkeit, an einer Magen-Darm-Grippe zu erkranken, wieder zu.

Ablauf einer Magen-Darm-Grippe

Bei einer Magen-Darm-Grippe erfolgte die Ansteckung mit bestimmten Erregern, die die Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt angreifen. Die Keime, meistens Viren oder Bakterien, gelangen durch die Aufnahme über den Mund erst in den Magen und wandern dann weiter durch den Darm. Dort vermehren sie sich, bevor sie wieder ausgeschieden werden. Auf Grund dieser „Wanderung“ durch den Verdauungstrakt werden diese Beschwerden als Magen-Darm-Grippe bezeichnet. Erste Symptome sind Übelkeit und Erbrechen, später dann Durchfall (Diarrhö).

Wie kommt es zum gefürchteten Brechdurchfall?

Wenn Erreger die Magenschleimhaut schädigen, kann dies im Gehirn einen Brechreiz auslösen. Das Erbrechen ist eine Schutzfunktion des Körpers, der versucht, die Eindringlinge wieder aus dem Körper zu befördern.

Der oft starke Durchfall bei einem Magen-Darm-Infekt entsteht hingegen durch die Beeinträchtigung der Schleimhautzellen im Dünn- und Dickdarm. Die verschiedenen Krankheitserreger führen auf unterschiedliche Weise zum Durchfall. Man unterscheidet dabei drei verschiedene Arten:

  • Sekretorische Diarrhö
  • Exsudative Diarrhö
  • Osmotische Diarrhö

Ratgeber Gesundheit - Magen Darm Grippe

Ab wann spricht man von Durchfall?

Bei mehr als drei Stuhlgängen am Tag sowie eine sehr weiche bis wässrige Stuhlkonsistenz spricht man von Durchfall. Jedoch müssen die normalen Stuhlgewohnheiten eines Menschen als Vergleich genommen werden. Wenn beispielsweise jemand gewohnheitsgemäß nur alle ein bis zwei Tage Stuhlgang hat und plötzlich zweimal täglich auf die Toilette muss und dabei dünnflüssigen Stuhl ausscheidet, dann handelt es sich auch in diesem Fall um Durchfall.

Durchfall kann viele Ursachen haben. Neben einer Magen-Darm-Grippe können zum Beispiel auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen dahinter stecken.

Magen-Darm-Grippe: Ansteckung durch Kot und Erbrochenem

Der Ansteckungsweg bei einem Magen-Darm-Infekt verläuft in der Regel fäkal-oral. Das bedeutet, dass die Krankheitserreger aus dem Kot (oder auch Erbrochenem) eines an Magen-Darm-Grippe erkrankten Menschen auf irgendeinem Weg in den Mund eines anderen gelangen. Das kann zum Beispiel geschehen, wenn der Erkrankte sich die Hände nicht ausreichend wäscht, nachdem er auf der Toilette war. Von den Händen können die Erreger dann wiederum ihren Weg in die Nahrung oder auf Gegenstände finden und so auf einen gesunden Menschen übertragen werden.

Es gibt bestimmte Erreger einer Magen-Darm-Grippe, die sogenannten Noroviren, die sich zusätzlich auch über den Luftweg verbreiten und dadurch eine Magen-Darm-Grippe übertragen. Die Viren schweben eingeschlossen in winzige Tröpfchen, die der Erkrankte etwa beim Sprechen, Husten oder Niesen abgibt. In der Folge werden sie von anderen Menschen eingeatmet und übertragen die Krankheit. Diesen Übertragungsweg wird auch als Tröpfcheninfektion bezeichnet.

Inwiefern besteht Ansteckungsgefahr bei der Magen-Darm-Grippe?

Wie ansteckend eine Magen-Darm-Grippe ist, hängt in erster Linie vom verursachenden Erreger ab. Die Ansteckungsgefahr steigt zum Beispiel, wenn die Keime relativ robust sind und außerhalb des menschlichen Körpers längere Zeit überleben können. Bei anderen Erregern reicht schon der Kontakt mit kleinsten Mengen, um eine Magen-Darm-Grippe auszulösen, weil sie sich besonders schnell und stark vermehren (wie Noroviren). Wenn die Erreger dagegen empfindlicher sind oder nur in größerer Zahl eine Erkrankung auslösen können, ist die Ansteckungsgefahr geringer.

Allgemein haben Magen-Darm-Infekte ein hohes Ansteckungrisiko und in der Folge erkranken oft mehrere Familienmitglieder daran. Je mehr Viren durch den Erkrankten ausgeschieden werden, desto ansteckender ist er. Solange der Brechdurchfall anhält, ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Aber auch einige Tage davor und danach ist eine Magen-Darm-Grippe infektiös.


Was gehört in eine Hausapotheke

Neben die Standartvorgaben sollte eine gute Hausapotheke auch auf den individuellen Bedarf zugeschnitten sein. Wenn Sie dahingehend Hilfe brauchen, können Sie sich auch an Ihre Apotheke wenden. Ein Ausnahmefall bildet die Planung bei Reisen in exotische Länder. In diesem Fall sollten spezielle Medikamente eingeplant werden.

Arzneimittel / Individuelle Arzneimittel

  • Schmerz- und Fiebertabletten
  • Erkältungsmittel gegen Husten, Halsschmerzen, Schnupfen
  • Tabletten gegen Durchfall
  • Tabletten gegen Verstopfung
  • Mittel gegen Sodbrennen
  • Mittel gegen Blähungen und Völlegefühl
  • Mittel gegen Übelkeit und Magendrücken
  • Mittel gegen Insektenstiche
  • Wunddesinfektionsmittel
  • Wund- und Brandgel
  • Mittel zur Entgiftung

Individuelle Arzneimittel sind Medikamente, die der Arzt nur bei der Behandlung von Krankheiten verschreibt, also auch für den Dauergebrauch bestimmt sind.

Verbandmittel

  • Mullbinden, 6cm Breite
  • Mullbinden, 8cm Breite
  • 2 elastische Binden
  • Verbandklammern
  • Verbandpäckchen, klein, mittel, groß
  • Rolle Heftpflaster
  • Pflaster und Pflasterstrips
  • Verbandwatte
  • 2 Dreiecktücher
  • 6 Sicherheitsnadeln
  • 1 Splitterpinzette
  • 1 Verbandschere
  • Gummi- oder Plastikhandschuhe 

Krankenpflegeartikel

  • Fieberthermometer 
  • Mundspatel
  • Gummi- oder Lederfingerling 
  • Desinfektionsmittel 
  • Wärmflasche

Sonstiges

Notfalladressen und die dazugehörigen Telefonnummern:

  • Polizei
  • Feuerwehr
  • Krankenhaus
  • Vergiftungszentren
     

Was in eine Hausapotheke gehört