Chronische Borreliose - Die verkannte Volkskrankheit

Chronische Borreliose – Die verkannte Volkskrankheit

Zusammenfassung: Borreliose ist der Überbegriff für eine Gruppe von bakteriellen Infektionskrankheiten. Auslöser sind die Borrelien. Sie ist die einzige in Europa heimische Erkrankung durch Borrelien. Hier erfahren Sie alles Wichtige zu Infektionswegen, Symptomen und Behandlung der Borreliose.

Inhaltsverzeichnis

Das ist Borreliose

Die Gruppe der Borreliose-Erkrankungen wird durch bewegliche, schraubenförmige Bakterien hervorgerufen: die Borrelien. Sie befallen Menschen und andere Säugetiere. Zur Infektion benötigen sie allerdings blutsaugende Insekten als Überträger. Die Bakterien können nämlich nur durch die Stiche dieser Parasiten in die Haut anderer Lebewesen gelangen.

In den allermeisten Fällen wird hierzulande durch einen Zeckenbiss Borreliose übertragen, und zwar durch den Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus). Selten erfolgt die Ansteckung über andere Blutsauger wie Pferdebremsen, Mücken oder Flöhe. Die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Hilfe bei Borreliose

Symptome

Das Krankheitsbild einer Borreliose kann sehr vielgestaltig sein. Viele Menschen mit Borreliose zeigen anfangs gar keine Beschwerden. Bei anderen entwickelt sich an der Zeckenbissstelle eine Hautrötung, die langsam größer wird. Mediziner sprechen hier von der "Wanderröte". Begleitend können grippale Beschwerden auftreten wie Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber.

Im weiteren Verlauf können sich die Borrelien über das Blut im Körper verteilen und verschiedene Organe befallen. Entsprechende Symptome treten erst Wochen bis Monate nach dem Zeckenbiss auf:

Oft greift die Infektion auf das Nervensystem über. Dann entwickelt sich eine akute Neuroborreliose (siehe unten). Seltener befallen die Borrelien andere Körperorgane wie den Herzmuskel.

Als Spätfolgen einer Borreliose können Monate bis Jahre nach der Infektion verschiedenste Beschwerden auftreten. Dazu zählen etwa chronische Entzündungen der Gelenke (Lyme-Arthritis) oder der Haut (Acrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer). Möglich ist auch eine chronische Borreliose des zentralen Nervensystems (chronische Neuroborreliose).

Untersuchung und Diagnose

Zeckenbiss – ja oder nein? Die Antwort auf diese Frage ist für den Arzt wichtig, um den Verdacht auf eine Borreliose abklären zu können. Da Symptome der Erkrankung oft erst Wochen oder Monate nach der Infektion auftreten, erinnern sich aber viele Patienten nicht mehr an den Zeckenbiss. Sie können dann dem Arzt aber zumindest sagen, ob die Möglichkeit dazu bestand: Wer etwa in Wäldern oder Wiesen spazieren geht oder im Garten Unkraut jätet, kann sich leicht eine Zecke einfangen.

Neben der Möglichkeit eines Zeckenbisses interessieren den Arzt auch die genauen Beschwerden des Patienten: Aussagekräftig in frühen Krankheitsstadien ist vor allem die "Wanderröte". Auch über allgemeine Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen sollte man den Arzt informieren. Im Spätstadium berichten Patienten oft von chronischen Gelenkschmerzen oder neurologischen Beschwerden. NetDoktor interaktiv Jetzt Symptome checken im Facebook Messenger Heilpflanzenfinder Welche Heilpflanze verschafft mir Linderung?

Der Verdacht "Borreliose" lässt sich schließlich durch Laboruntersuchungen erhärten. Der Arzt kann etwa in einer Blut- oder Nervenwasserprobe (bei Neuroborreliose) nach Antikörpern gegen Borrelien suchen. Allerdings ist die Interpretation solcher Laborergebnisse nicht immer einfach.

Behandlung der Borreliose

Borrelien lassen sich wie andere Bakterien mit Antibiotika bekämpfen. Art, Dosis und Anwendungsdauer der Medikamente hängen vor allem vom Stadium der Borreliose-Erkrankung und dem Alter des Patienten ab. So erhalten Erwachsene in frühen Krankheitsstadien meist Tabletten mit dem Wirkstoff Doxycyclin. Bei Kindern und Schwangeren darf dieses Antibiotikum dagegen nicht eingesetzt werden. Stattdessen verordnet der Arzt hier Amoxicillin oder Cefuroxim.

In späteren Krankheitsstadien (chronische Neuroborreliose etc.) werden Patienten oft mit Antibiotika wie Ceftriaxon oder Cefotaxim behandelt. Die Medikamente können als Infusion verabreicht werden.

Zudem gibt es eine pflanzliche Alternative, das vom amerikanischen Arzt Dr. Cowden entwickelte Cowden Support Program (CSP) mit seinen Nutramedix Produkten. Es wurde ursprünglich zur Anwendung bei Einschränkungen der Gesundheit entwickelt, wie sie häufig im Rahmen einer chronischen Borreliose (Lyme disease) beobachtet wurden. Mittlerweile wird es aber auch sehr oft bei anderen chronischen Infektionen oder unklaren chronischen Gesundheitsbeeinträchtigungen angewandt.

Der Erfolg der Antibiotikatherapie hängt vom Behandlungsbeginn ab: In der Frühphase der Borreliose ist die Behandlung meist wirksamer als in späteren Stadien.

Chronische Borreliose – Die verkannte Volkskrankheit
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